Drei Organisationen rufen vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember zu mehr Engagement gegen HIV und Aids auf. Seit dem vergangenen Jahr gefährdeten drastische Kürzungen auf internationaler Ebene in diesem Bereich das Leben und die Gesundheit von Millionen Menschen, erklärte das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) in Köln. Mit ihrer Aktion zum Welt-Aids-Tag will das Institut gemeinsam mit der Deutschen Aidshilfe und der Deutschen Aids-Stiftung dazu aufrufen, sich für Betroffene zu engagieren.
Medizinische Versorgung und ein Leben ohne Diskriminierung seien Menschenrechte, betonten die Organisationen. Doch angesichts der Krise bei den globalen Maßnahmen gegen HIV und Aids wachse in vielen Ländern die Feindlichkeit gegenüber besonders stark betroffenen Gruppen. Besonders treffe dies etwa schwule Männer, trans Personen und Menschen aus Ländern, in denen HIV besonders häufig vorkommt. „Vielen Menschen machen diese Entwicklungen Angst“, erklärten die Organisationen.
41 Millionen Menschen weltweit betroffen
Unter dem Motto „Gemeinsam. Jetzt erst recht!“ soll die Aktion zum Welt-Aids-Tag Mut machen und zum Engagement inspirieren. Dabei berichten etwa die Nonnen Schwester Hannelore und Schwester Juvenalis von ihrem Engagement gegen HIV seit den 90er Jahren sowie die Ukrainerin Yana von ihrem Leben mit dem Virus und ihrem Einsatz für betroffene Jugendliche in dem Land.
Weltweit leben rund 41 Millionen Menschen mit dem Humanen Immundefizienz-Virus, kurz HIV. Rund drei Viertel erhalten nach Angaben der Organisationen HIV-Medikamente, bei Kindern nur etwas mehr als die Hälfte. Ohne Behandlung schädigt das Virus die Abwehrkräfte des Körpers. Es kann die Krankheit Aids ausbrechen, die tödlich endet. Mittlerweile ist eine Infektion gut behandelbar, aber nicht heilbar.