Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen haben deutlich Einweisungen wegen Kopfschmerzen verzeichnet. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 16.169 Menschen in NRW wegen starker Kopfschmerzen und Migräneattacken stationär behandelt, wie die Versicherung AOK Nordwest in Dortmund auf Grundlage aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes mitteilte. Das sei ein Plus um 8,2 Prozent im Vergleich zum Jahr davor mit 14.944 Krankenhauseinweisungen. Der Anteil der weiblichen Patienten habe bei 68 Prozent (11.018) gelegen.
Der Vorstandsvorsitzende der AOK Nordwest, Tom Ackermann, warnte davor, häufig wiederkehrende Kopfschmerzen nicht ernst zu nehmen. „Dauerhafte Kopfschmerzen führen zu einem großen Leidensdruck und zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität.“ Betroffene sollten sich aktiv mit der Krankheit auseinandersetzen und eine ärztliche Diagnose einholen, sagte er mit Blick auf den Welt-Kopfschmerztag am 5. September.
AOK-Chef warnt vor vorschneller Medikamenteneinnahme
Viele Betroffene, ob bei Migräne oder Spannungskopfschmerz, neigten dagegen dazu, sich selbst zu behandeln, sagte Ackermann. Doch die meisten Schmerzmittel schadeten nicht nur Nieren und Leber, sondern könnten auch zu einer Medikamentenabhängigkeit führen. „Wer an mehr als zehn Tagen im Monat Kopfschmerzmittel einnimmt, riskiert, davon einen chronischen sogenannten Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz zu bekommen“, warnte er.
„Treten Schmerzen regelmäßig auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden“, empfahl der AOK-Chef. Insbesondere bei chronischen Kopfschmerzen und Migräne sei eine korrekte Diagnose und Therapie wichtig, um die Beschwerden zu lindern. Für die vorbeugende Behandlung von Migräne und anderen Kopfschmerzen könnten zudem Entspannungsübungen helfen.