Nachfrage an Ganztagsangeboten in NRW bei über 50 Prozent
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Ganztagsbetreuung an Schulen.
Schulministerium sieht verlässliches Angebot sichergestellt
Düsseldorf (epd).

Mehr als die Hälfte der Grundschüler in Nordrhein-Westfalen hat im vergangenen Schuljahr ein Angebot des offenen oder gebundenen Ganztags an Schulen besucht. Im Schuljahr 2025/26 nahmen rund 56 Prozent aller Grundschülerinnen und -schüler am offenen oder gebundenen Ganztag teil, wie die statistische Landesbehörde IT.NRW in Düsseldorf erklärte. Das waren rund 14 Prozentpunkte mehr als noch im Schuljahr 2015/16 mit 42 Prozent. Bei den Erstklässlern habe der Anteil 2025/26 mit 58 Prozent höher gelegen.

Das neue Schuljahr 2026/27 startet in NRW am 2. September. Damit beginnt auch der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter. Das Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) regelt bundesweit die stufenweise Einführung eines Rechtsanspruchs, beginnend in diesem Jahr mit der ersten Klassenstufe. Der vollständige Ausbau soll zum Schuljahr 2029/30 erreicht werden. Das NRW-Schulministerium sieht Nordrhein-Westfalen gut aufgestellt. Für eine Finanzierung der beantragten OGS-Plätze für die Offene Ganztagsschule habe NRW die Landesausgaben um rund 93,1 Millionen auf rund 983 Millionen Euro angehoben. An der jährlichen Dynamisierung um drei Prozent werde festgehalten.

Köln bei Nutzung von Ganztagsangeboten Spitzenreiter

Insgesamt nahmen nach Angaben von IT.NRW 409.835 Mädchen und Jungen an Grundschulen im Schuljahr 2025/26 ein Angebot des schulischen Ganztagsbetriebs wahr. Mehr als 99 Prozent von ihnen besuchten ein Angebot des offenen Ganztags. In NRW war auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte der Anteil in Köln mit 86,5 Prozent am höchsten, gefolgt von Leverkusen mit 83,8 und Oberhausen mit 80,3 Prozent. Am niedrigsten war der Anteil in den Kreisen Olpe (31,1 Prozent), Borken (32,7 Prozent), Siegen-Wittgenstein (33,6 Prozent) und dem Hochsauerlandkreis (33,6 Prozent).

Für den vollständigen Ausbau des Rechtsanspruchs ab dem Schuljahr 2029/30 rechnet die Landesregierung damit, dass rund 80 Prozent der Kinder im Grundschulalter einen Ganztagsplatz benötigen. Dies entspreche etwa 590.000 Plätzen, erklärte das Schulministerium. Bis zum Schuljahr 2028/29 sei ein Aufwuchs der Haushaltsmittel für bis zu 605.000 Plätze vorgesehen. Damit wäre die notwendige Größenordnung bereits erreicht.

NRW-Ministerium: Kapazitäten ausreichend

Im neuen Schuljahr werden dem Ministerium zufolge rund 170.330 Erstklässler in Grundschulen einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung haben. Sollten 80 Prozent von ihnen einen Platz beantragen, müssten gut 136.000 OGS-Plätze bereitstehen. Da der Landeshaushalt insgesamt 500.500 Plätze vorsieht, wäre auch für ältere Jahrgänge ausreichend Kapazität vorhanden, hieß es.