Nach fünf Jahren Wiederaufbau wird das Schwanen-Apothekenmuseum in Bad Münstereifel am 20. Juni wiedereröffnet. Das Museum war durch das Hochwasser der Erft im Juli 2021 schwerbeschädigt worden, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn mitteilte. Mit seiner Lage am ursprünglichen Standort der Apotheke, die von 1806 bis 1994 durchgehend von der Familie Bresgen betrieben wurde, nehme es unter den Apothekenmuseen in Deutschland eine besondere Stellung ein. Zugleich sei das Gebäude ein prägender Bestandteil des historischen Stadtkerns, hieß es.
Die Stiftung Denkmalschutz hat die Instandsetzung des dreigeschossigen Fachwerkhauses mit Spenden unterstützt. Es besteche durch seine klassizistischen Eingangstür, Sprossenfenster und die barocke Stuckdecke. Bemerkenswert sei auch die original erhaltene Apothekeneinrichtung von 1806, die bis heute nahezu unverändert erhalten geblieben sei, hieß es. Zum Museum gehören laut Stiftung auch ein Labor mit Ausstattung aus dem 19. Jahrhundert und eine Materialkammer. Diese wurde um eine sogenannte Riechstraße ergänzt, die Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, Heilpflanzen sinnlich zu erfahren.
Tote und Milliardenschäden nach Naturkatastrophe 2021
Der Starkregen und das Hochwasser im Juli 2021 war eine der folgenschwersten Naturkatastrophen in der Geschichte der Bundesrepublik. Das Tief „Bernd“ zog vom 12. bis 15. Juli 2021 über Deutschland, extreme Regenfälle ließen selbst kleine Bäche zu reißenden Flüssen werden. Vor allem Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden von den Unwettern getroffen. Mehr als 180 Menschen kamen ums Leben, 49 davon in NRW. Es entstanden Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe.