Umfrage: Hoher Stellenwert von Musikunterricht
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Ein Schüler übt Geigespielen.
Bonn (epd).

Musikunterricht an Schulen genießt in Deutschland einer Umfrage zufolge einen hohen Stellenwert: 69 Prozent der Bevölkerung halten es für wichtig oder sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche in der Schule Musikunterricht erhalten, teilte der Deutsche Musikrat in Bonn mit und verwies auf eine Umfrage des Deutschen Musikinformationszentrums (miz), die vom Institut für Demoskopie Allensbach umgesetzt wurde. Das Deutsche Musikinformationszentrum ist eine Einrichtung des Deutschen Musikrats.

Die Befragung bildet den Auftakt der neuen Umfragereihe „Musikmonitor Deutschland“ des miz. Grundlage dieser ersten Umfrage sind den Angaben nach 1.057 mündlich-persönliche Interviews mit Menschen ab 16 Jahren, die zwischen dem 23. März und 9. April geführt wurden.

Erinnerung an gemeinsames Singen und Musizieren

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) gibt demnach an, dass ihnen der Musikunterricht in der Schule Spaß gemacht hat. Besonders positiv erinnern sich viele an gemeinsames Singen und Musizieren: 64 Prozent derjenigen mit positiven Unterrichtserfahrungen nennen dies ausdrücklich. Ebenso berichten 56 Prozent, dass sie bis heute von im Unterricht erworbenen Fähigkeiten wie Notenlesen, Rhythmusgefühl oder musikalischem Allgemeinwissen profitierten.

Auch zeige die Befragung einen Zusammenhang zwischen der Regelmäßigkeit des Musikunterrichts und dem späteren eigenen Musizieren, hieß es. Von den Befragten, die während ihrer gesamten Schulzeit Musikunterricht hatten, musizierten heute noch 42 Prozent selbst. Bei Menschen ohne Musikunterricht liegt dieser Anteil dagegen nur bei 14 Prozent. Besonders ausgeprägt sei der Effekt beim Instrumentalspiel.

Musikalische Bildung als wichtiger Bestandteil allgemeiner Bildung

Die hohe Wertschätzung des Musikunterrichts in der Bevölkerung mache deutlich, dass musikalische Bildung als wichtiger Bestandteil allgemeiner Bildung wahrgenommen wird, erklärte miz-Leiter Stephan Schulmeistrat. „Diesem Anspruch sollte die schulische Praxis gerecht werden.“