Die CDU-Fraktion im saarländischen Landtag warnt vor Kürzungen bei der Musikförderung im aktuellen Entwurf des Bundeshaushalts für das Jahr 2027. „Sollte der Festivalförderfonds tatsächlich von vier auf zwei Millionen Euro halbiert und der Amateurmusikfonds von 4,6 auf drei Millionen Euro gekürzt werden, wäre das ein falsches Signal für die kulturelle Vielfalt in unserem Land“, erklärte die kulturpolitische Sprecherin Jutta Schmitt-Lang am Sonntag in Saarbrücken. Der Bundestag müsse im parlamentarischen Verfahren nachsteuern.
„Natürlich stehen auch der Bund und der Kulturbereich vor schwierigen Haushaltsentscheidungen“, räumte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im Saar-Landtag ein. „Einsparungen müssen jedoch mit Augenmaß erfolgen.“ Wer bei vergleichsweise kleinen, aber in der Breite wirksamen Förderprogrammen kürze, riskiere nachhaltige Schäden für die kulturelle Infrastruktur. Das schwarz-rote Kabinett hatte den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr Anfang Juli beschlossen.
CDU-Fraktion: Fonds mindestens auf bisherigem Niveau erhalten
„Wir setzen darauf, dass die Sorgen der Musik- und Kulturszene ernst genommen werden und die Mittel für den Festivalförderfonds sowie den Amateurmusikfonds mindestens auf dem bisherigen Niveau gesichert werden“, betonte Schmitt-Lang. Diese Programme sorgten dafür, dass Kultur nicht nur in großen Konzerthäusern und Metropolen, sondern auch in Vereinen sowie auf kleinen Bühnen stattfinde. „Kulturelle Breite, Ehrenamt und gesellschaftliche Teilhabe dürfen nicht zum Sparposten werden“, kritisierte sie.