Mit der Knastkulturwoche kommen bis Freitag zahlreiche Veranstaltungen in die Justizvollzugsanstalten von Nordrhein-Westfalen. In diesem Jahr finde die Reihe zum fünften Mal statt und stelle mit dem Motto „sinnVOLL ZUGehört“ die Bedeutung des Zuhörens in den Mittelpunkt, erklärte NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) am Montag in Düsseldorf zum Start der Woche. Von den 36 Justizvollzugsanstalten in NRW beteiligen sich 22 mit Lesungen, Ausstellungen, Workshops, Konzerten und Theateraufführungen. Die Knastkulturwoche findet im zweijährigen Rhythmus statt. Ein Teil der Veranstaltungen ist nur für Häftlinge und Mitarbeiter, andere stehen auch Angehörigen und Gästen offen.
In Attendorn etwa werden Ergebnisse aus einem Maskenworkshop präsentiert, in der Jugendarrestanstalt Wetter werden Kunstwerke von jungen inhaftierten Frauen gezeigt. In Castrop-Rauxel gastiert die studentische Improvisationstheatergruppe vom musischen Zentrum der Ruhr-Uni Bochum, in Schwerte kommt Shakespeares „Was ihr wollt“ in einer Inszenierung der hauseigenen Theatergruppe auf die Bühne. In der JVA Aachen laden Mitarbeiter und Häftlinge Gäste und Angehörige zu einem gemeinsamen musikalischen Bandabend ein. In Duisburg geben Häftlinge Kostproben ihres literarischen Könnens aus einem Workshop für kreatives Schreiben.