Ausstellung im Düsseldorfer K 21 kombiniert Choräle und KI
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Holly Herndon & Mat Dryhurst - Starmirror
Düsseldorf (epd).

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellte Erzeugnisse der US-amerikanischen Klangkünstlerin Holly Herndon und des britischen Künstlers und Technologieforschers Mat Dryhurst zeigt das Düsseldorfer Museum K21 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. „Das Faszinierende an KI ist, dass es etwas schafft, was die bisherigen Fähigkeiten der Menschen übersteigt“, sagte Dryhurst.

So ließen sich etwa KI-generierte Werke mit dem Geist der mittelalterlichen Mystikerin Hildegard von Bingen (1098-1179) verbinden. „Auch sie hat mit ihren Forschungen und Visionen die Möglichkeiten ihrer Zeit, des zwölften Jahrhunderts, erweitert“, betonte der in Berlin lebende Künstler.

Kunstwerke aus KI-generierten Bildern und Tönen

Die bis zum 11. Oktober laufende Ausstellung „Starmirror“ verteilt sich auf drei Räume. Das Künstlerduo zeigt etwa eine Abbildung einer felsigen Berglandschaft, die aus 22 Millionen frei zugänglicher Fotos entstanden ist. In einem meditativ eingerichteten Raum mit deckenhohen, indirekt beleuchteten Wandnischen sind mit KI bearbeitete Chorwerke von Hildegard von Bingen zu hören. Diese Gesänge sollen den Angaben zufolge während der Ausstellung bei drei Veranstaltungen mit Chören von Besucherinnen und Besuchern weiterentwickelt werden.

Außerdem sind mit KI hergestellte Muster, die aus Computerteilen entwickelt wurden, zu sehen. Das Künstlerduo erschafft nach eigenen Angaben mithilfe von KI Bilder und Töne, die das bisher menschlich Mögliche übersteigen.

Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen der Kunstsammlung NRW und dem KW Institute for Contemporary Art in Berlin, wo sie vom 31. Oktober 2025 bis zum 18. Januar dieses Jahres zu sehen war.