Rheinischer Präses nennt Schöpfungsbewahrung Kernaufgabe
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Der rheinische Präses Thorsten Latzel
Düsseldorf (epd).

Der rheinische Präses Thorsten Latzel erachtet die Bewahrung der Schöpfung als eine Kernaufgabe. Zu lange sei dieses „Kernthema christlicher Ethik“ in den Hintergrund gerückt, erklärte Latzel zum Start der Schöpfungszeit der christlichen Kirchen mit Blick auf den Dürre-Sommer 2026 mit Waldbränden, vertrockneten Flüssen und tausenden Hitzetoten. Der Theologe rief dazu auf, ökologische Herausforderungen nicht allein technisch oder moralisch bewältigen zu wollen. „Wir müssen uns selbst neu verstehen: Wir sind ein Teil von Gottes Schöpfung, sie ist keine Ware, keine Selbstverständlichkeit und kein Privatbesitz.“

Besuche einer Alteneinrichtung und eines Schüler-Ausbildungsprojekts

In der Schöpfungszeit will der Präses als Botschafter der Schöpfungszeit Einrichtungen und Menschen besuchen, die sich beispielhaft für die Bewahrung der Schöpfung engagieren. Dabei gehe es unter anderem um das „Recht auf Schatten“, Dürrephasen und Nahrungsmittelverschwendung. Latzel will etwa die Düsseldorfer Altenpflegeeinrichtung Tersteegen-Haus besuchen, die nach der Neueröffnung mit einem baulichen Hitzekonzept aufwartet. Ende September ist zum Ausbildungsstart der Schüler-Klimabotschafter der rheinischen Kirche ein Besuch in Bad Kreuznach geplant. „Wir brauchen gute Ideengeber für die Zukunft, gerade in der jüngeren Generation gibt es hier ein starkes Engagement“, erklärte Latzel.

Die Schöpfungszeit ist eine ökumenische Zeit im Kirchenjahr. Sie lädt bis 4. Oktober dazu ein, Gottes Schöpfung neu wahrzunehmen und für ihre Bewahrung einzutreten.