Die Akademie der rheinischen Kirche beleuchtet in vier neuen Podcastfolgen der Reihe „Rheinische Kirchengeschichte(n)“ den Umgang der Kirche mit der Verfolgung von Jüdinnen und Juden in der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei werde auch das bisher wenig beachtete Schicksal von Christen und Christinnen jüdischer Herkunft, das Versagen der Bekennenden Kirche, Reaktionen auf den Boykott jüdischer Geschäfte oder die späteren Deportationen beleuchtet, kündigte die Akademie in Bonn an.
Neben den Deutschen Christen, die Hitler ergeben waren, gab es die Bekennende Kirche, an die vielerorts heute gern als die „Guten“ jener Zeit erinnert wird, wie die Podcast-Macher erläutern. Wie allerdings auch die Bekennende Kirche in diesen Jahren versagt habe, beleuchte der Kirchenhistoriker und emeritierte Professor Siegfried Hermle. Hermle mache deutlich, dass nur einzelne Engagierte Unterstützung für Verfolgte wagten.
Der Podcast „Rheinische Kirchengeschichte(n)“ ist eine Produktion der Evangelischen Akademie im Rheinland und der Kommission der Evangelischen Kirche im Rheinland für Kirchengeschichte. Die Folgen der aktuellen Sonderreihe haben eine Länge von jeweils rund zehn Minuten und sind auf dem Portal podcast.de https://s.epd.de/3yej zu finden sowie auf Spotify und YouTube.