"Interreligiöses Bündnis Saarland" gegründet
s:59:"Symbole für Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam";
Symbole für Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam
Saarbrücken (epd).

Vertreterinnen und Vertreter von Christen, Muslimen und Juden im Saarland haben für den regelmäßigen Austausch ein Bündnis gegründet. Das „Interreligiöse Bündnis Saarland“ solle die bereits bestehenden Formen des interreligiösen Dialogs auf kommunaler und regionaler Ebene nicht ersetzen, sondern den Austausch auf Landesebene ergänzen und dort gemeinsame Impulse ermöglichen, erklärte das Bistum Trier Montag in Saarbrücken. Das Bündnis ist aus der gemeinsamen Erklärung für einen Gottesbezug in der Präambel der saarländischen Verfassung entstanden.

Das Bündnis wird sich den Angaben zufolge mindestens einmal jährlich treffen. „Seine Themen und Schwerpunkte sollen sich aus den gemeinsamen Anliegen und den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen entwickeln“, hieß es. „Die Beteiligten sehen in der Fortführung ihres Austauschs ein wichtiges Zeichen für gegenseitigen Respekt, Verständigung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Saarland.“

Gottesbezug in Saar-Verfassung orientiert sich an gemeinsamem Vorschlag

In der Debatte um einen Gottesbezug in der neuen Präambel der saarländischen Verfassung hatten Christen, Muslime und Juden im Januar dieses Jahres zusammen einen Vorschlag präsentiert. Die Formulierung hatten neben evangelischer und katholischer Kirche, die Synagogengemeinde Saar, der Landesverband der Islamischen Kulturzentren Saarland e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gemeinsam erarbeitet. Im April stimmte der Landtag für eine Formulierung, die sich an diesem Vorschlag orientierte.