Am vergangenen Wochenende haben sich nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mehr als 5.000 Paare im Rahmen der bundesweiten Aktion #einfachheiraten segnen oder kirchlich trauen lassen. Auch in Nordrhein-Westfalen stieß die Aktion auf Interesse: Im Bereich der Evangelischen Kirche von Westfalen nutzten 530 Paare die Angebote, in der Evangelischen Kirche im Rheinland etwa 600, wie die Landeskirchen auf Basis erster Hochrechnungen mitteilten. Die rheinische Kirche umfasst auch Teile von Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland.
Am bislang heißesten Wochenende des Jahres waren laut EKD die kühlen Kirchen sehr beliebte Feierorte. Viele Paare hätten rund um den 26. Juni aus insgesamt 370 Angeboten einen Ort gewählt, der für sie besondere Bedeutung hat: am Wasser, im Garten, im Flughafen oder auf der Skischanze, im Riesenrad oder im Unesco-Weltkulturerbe Völklinger Hütte.
Unkomplizierter Zugang zu Trauung oder Segnung
Die westfälische Präses Adelheid Ruck-Schröder betonte: „Dass so viele Menschen in Westfalen ihre ganz persönliche Partnerschaft unter Gottes Segen stellen, macht uns froh.“ Es sei „berührend zu sehen, wie Paare, die teilweise schon lange Jahre zusammen sind, noch einmal Ja zueinander gesagt“ haben, sagte die EKD-Ratsvorsitzende, die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs.
Die Aktion richtete sich laut EKD an Paare, die ihre Beziehung unter Gottes Segen stellen möchten - ohne lange Vorbereitungszeit, hohen organisatorischen Aufwand oder große Kosten. Neben Segnungen waren unter bestimmten Voraussetzungen auch evangelische kirchliche Trauungen möglich. „Unser Ziel ist weniger eine bestimmte Zahl zu erreichen, sondern möglichst vielen Paaren einen unkomplizierten Zugang zu kirchlicher Trauung oder Segnung zu ermöglichen“, erklärte die Pfarrerin und Koordinatorin Anne Brisgen vom Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur mit Sitz in der Lutherstadt Wittenberg.
Nächste Segens-Tage im Juli 2027
Im kommenden Jahr soll die Aktion #einfachheiraten rund um den 2. Juli erneut stattfinden. Erstmals wurde die Initiative in diesem Jahr gemeinsam von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und zwölf evangelischen Landeskirchen durchgeführt.