Das frühere Kloster Himmerod im rheinland-pfälzischen Großlittgen soll künftig ein geistlich geprägtes Quartier mit genossenschaftlichem Wohnen für alle Generationen werden. Basis für die Entscheidung war eine Befragung von Mitgliedern, Gästen, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie Reisenden, wie das Bistum Trier am Sonntagabend mitteilte. Die Genossenschaft sei am 30. Juni gegründet worden. Der Rektor der Abteikirche Himmerod und Beauftragter des Trierer Bischofs, Reinhold Bohlen, betonte, dass Himmerod als „geistlicher Kraftort“ erhalten bleibe, der Ruhe, Spiritualität und Wohnen in Gemeinschaft sowie Natur anbieten solle.
Josef Hennebrüder von der I.D.G. Genossenschaft Düsseldorf erläuterte, dass ein Anteil 1.500 Euro plus monatlich einen Beitrag von 20 Euro sowie 500 Euro Eintrittsgeld kosten werde. Die Anteile und damit gegebenenfalls verbundene Nutzungsrechte seien vererbbar. Anteile können seinen Angaben zufolge ohne oder mit Wohn- und Nutzungsrechten sowie als Investment gegen geringe Verzinsung erworben werden.
Ackermann: Fortsetzung der ursprünglichen Idee des Klosters
Das Kloster wurde 1134 gegründet. Der Zusammenschluss der Zisterzienser-Klöster hatte im Herbst 2017 die Auflösung des Konvents beschlossen. Das Bistum Trier übernahm daraufhin die Obhut für die Kirche und die Kapellen im Bereich des Klosters. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hatte erklärt, Himmerod als geistlichen Ort erhalten zu wollen. Die geplante Ansiedlung eines zentralen Jugendhauses im ehemaligen Konventgebäude stoppte er 2022 angesichts der laufenden Haushaltssicherung für das Bistum.
Die nächsten Schritte sehen laut Bistum nun die Gründung einer Stiftung durch die Genossenschaft zur Absicherung der Kirche und des Museums vor. Bischof Ackermann betonte, dass mit dieser Lösung in gewisser Weise die ursprüngliche Idee des Klosters fortgesetzt werde: Eine Gemeinschaft mit Menschen, die bereit seien, den Ort zu beleben und ein Interesse daran hätten, dass Himmerod als spiritueller Ort erhalten bleibe.