Gut in jedem fünften Online-Job-Angebot gibt es die Option zum Homeoffice. Vor der Corona-Krise hätten nur 3,7 Prozent der Online-Stellenangebote die Möglichkeit zum Homeoffice geboten, erklärte die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh. Bis 2022 sei das Angebot kräftig auf 16,8 Prozent gestiegen. Seit 2024 liege die Quote bei rund 20 Prozent.
Fast Standard sei Homeoffice in IT-Stellenangeboten, hieß es. Unter den zehn Jobs mit der höchsten Homeoffice-Quote seien sieben Berufe aus dem Bereich Software und IT. Vor allem in Jobs mit einem hohen Männeranteil, besonders in IT-Berufen, gebe es oft die Möglichkeit zum Homeoffice, hieß es. Bei frauendominierten Berufen, die eher von direktem Kontakt mit Menschen geprägt sind, seien Homeoffice-Angebote seltener.
Von Homeoffice profitieren besonders höher Qualifizierte
Homeoffice ist der Untersuchung zufolge besonders unter höher qualifizierten Arbeitnehmern verbreitet. Gut ein Drittel der Akademikerinnen und Akademiker (35 Prozent) kann demnach im Homeoffice arbeiten. Bei Beschäftigten mit Meister- oder Bachelor-Abschluss sind es demnach 30 Prozent. Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf Helferniveau sind es nur vier Prozent.
Für die Untersuchung wurden den Angaben zufolge rund 79 Millionen Online-Stellenanzeigen der Jahre 2019 bis 2025 analysiert. Als frauen- oder männerdominierte Berufe gelten in der Analyse, wenn ein Geschlechteranteil von mehr als 70 Prozent der Beschäftigten vorliegt. Der Jobmonitor der Bertelsmann Stiftung analysiert den Angaben zufolge Online-Stellenanzeigen und stellt die Ergebnisse monatlich auf Ebene von Kreisen und kreisfreien Städten dar.