Nur noch jeder siebte Baum im Saarland ohne Schäden
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Herbstlicher Wald
Saarbrücken (epd).

Im Saarland weist nur noch jeder siebte Baum (13,2 Prozent) laut Waldzustandsbericht 2026 keine Schadensmerkmale auf. Die aktuelle Entwicklung erfülle ihn mit Sorge, erläuterte der Direktor des „SaarForst“ Landesbetriebs, Thomas Steinmetz, in Saarbrücken. Im Jahr 2025 war noch jeder fünfte Baum (18 Prozent) ohne Schadensmerkmal, zum Beginn der Berichte im Jahr 1984 noch 69 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist allerdings der Anteil der abgestorbenen Bäume um 0,6 Prozentpunkte auf 2 Prozent zurückgegangen.

Der Waldzustandsbericht ist laut Steinmetz eine Stichprobeninventur, die in diesem Jahr 100 Aufnahmepunkte mit 2.250 Bäumen umfasst. In diesem Jahr hätten allerdings nicht alle Bäume in die Erhebung einfließen können, da Kolleginnen und Kollegen wegen der Gefahr von umstürzenden Bäumen manche Bereiche nicht hätten betreten dürfen, erläuterte er. Das Saarland verfügt laut Umweltministerium über rund 93.000 Hektar Wald, was in etwa 36 Prozent der Landesfläche entspricht.

Rückgang bei der Buche, etwa Erholung bei der Eiche

Die Buche ist laut „SaarForst“-Chef Steinmetz die am stärksten verbreitete Baumart im Saarland. Der Anteil der Buchen ohne sichtbaren Schaden habe mit 7,6 Prozent (2025: 20 Prozent) einen „Minimalpunkt“ erreicht. Im August seien viele grüne Blätter direkt braun geworden und abgestorben. Auch der Regen sei selbst im September und Oktober nicht „nennenswert“ gewesen, sagte er.

Die Eiche hat sich dem Bericht zufolge im Vergleich zum Vorjahr jedoch verbessert: So stieg der Anteil der Bäume ohne Schadmerkmale von neun auf 15 Prozent. Die Fichte verliere flächenmäßig weiter an Bedeutung, betonte Steinmetz. Durch die „klimawandelbedingte Waldkrise“ sei ihr Anteil von elf Prozent im Jahr 2018 auf mittlerweile sieben Prozent gesunken. So wie sich die klimatischen Bedingungen entwickelten, werde die Fichte wahrscheinlich in zehn Jahren nicht mehr sehr verbreitet sein.

Brände meist durch Menschen verursacht

Umweltministerin Petra Berg (SPD) erklärte, dass eine überdurchschnittliche Hitzewelle, zu wenig Niederschläge und die Austrocknung der Böden, den Wald unter Druck setzten. Bis Ende August habe es bereits 185 Wald- und Vegetationsbrände gegeben. In den allermeisten Fällen sei fahrlässiges menschliches Verhalten die Ursache gewesen.