Waldtiere mit Strategien gegen Hitzetage
Erfurt (epd).

Waldtiere können sich der Thüringer Landesforstanstalt zufolge auch vor sehr hohen Temperaturen schützen. Sie reduzierten an heißen Sommertagen ihren Bewegungsdrang und nähmen „speziell in den Mittagsstunden eine Siesta“, erklärte die Vorständin von „ThüringenForst“, Corinna Geißler, am Dienstag in Erfurt. Wild werde so erst wieder in den kühleren Abendstunden aktiver.

Wildschwein und Rotwild erfrischten sich mit einem kühlenden Bad in Tümpeln oder Waldbächen, hieß es. Eichhörnchen suchten in Baumwipfeln nach Windbrisen. Dachse, Füchse und Kaninchen versteckten sich unterirdisch in ihren Bauten.

Wege nicht verlassen

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) betonte, einige Tiere, darunter Füchse und Vögel wie Amseln und Rabenkrähen, regulierten ihre Temperatur durch Hecheln. Der Storch nutze als Kühlung flüssigen Kot, mit dem er seine Beine beschmiere. Feldhasen und Kaninchen benutzten ihre gut durchbluteten Löffel als Klimaanlage.

Waldbesuchende sollten laut „ThüringenForst“ die Strategien der Tiere berücksichtigen. An den Waldweihern und -seen sei etwa lautes Geschrei unangebracht, hieß es. Zudem sollten Forstwege nicht verlassen und Hunde an der Leine geführt werden.