Sachsen-Anhalt will Schutz der Kreuzottern verbessern
Halle (epd).

Zum Schutz der Kreuzotter hat das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) gemeinsam mit Experten ein umfassendes Artenhilfsprogramm erarbeitet. Nach Angaben des Landesamtes ist die heimische Giftschlange vom Aussterben bedroht und in Sachsen-Anhalt nur noch in der Altmark, im Harz und im Zeitzer Forst häufiger anzutreffen. Das nun erarbeitete praxisnahe Maßnahmenpaket solle gemeinsam mit Naturschutzvereinen, verschiedenen Institutionen und Ehrenamtlichen umgesetzt werden, teilte das Landesamt am Donnerstag in Halle (Saale) mit.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts sei die Kreuzotter sowohl im Tiefland als auch im Harz verbreitet gewesen. Heutzutage gäbe es lediglich wenige hundert Exemplare in Sachsen-Anhalt.

Dramatischer Rückgang

„Der dramatische Rückgang der Kreuzotter zeigt, wie verletzlich ehemals verbreitete Arten geworden sind“, sagte die Präsidentin des Landesumweltamtes, Sandra Hagel. Hauptursachen seien der Verlust und die Zerschneidung geeigneter Lebensräume, die Folgen des Klimawandels und die Gefährdung durch invasive Arten wie Waschbären.