Zum deutschen Erdüberlastungstag soll mit einer Handyspendenaktion auf den Ressourcenverbrauch der Geräte aufmerksam gemacht werden. Alte Geräte könnten an über 50 Sammelstellen in Berlin und Brandenburg gespendet werden und würden anschließend recycelt oder, falls möglich, zur Wiederverwendung aufbereitet, teilte das entwicklungspolitische Netzwerk „Inkota“ am Mittwoch mit. Darin seien wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer, Platin und Palladium.
Geschätzt 14 Millionen alte Handys würden sich in Berliner und Brandenburger Haushalten befinden, hieß es. Erlöse aus der Aktion flössen in ein gemeinsames Projekt des Netzwerks und einer Partnerorganisation, die sich für die Rechte von Menschen in Bergbaugemeinden in Sierra Leone, Westafrika, einsetzt.
Recht auf bezahlbare Reparatur gefordert
Der deutsche Erdüberlastungstag fällt dieses Jahr auf den 10. Mai. Würden alle Menschen so leben wie in Deutschland, wären an diesem Tag so viele natürliche Rohstoffe aufgebraucht, wie die Ökosysteme des Planeten im ganzen Jahr erneuern können. Im vergangenen Jahr fiel er auf den 3. Mai. Der weltweite „Earth Overshoot Day“ war 2025 am 24. Juli. Damit verbrauchte Deutschland seine Ressourcen mehr als zwei Monate vor dem weltweiten Durchschnitt.
„Der deutsche Erdüberlastungstag zeigt deutlich, wie sehr wir über unsere Verhältnisse leben“, erklärte die Koodinatorin der Handyaktion, Theresa Utzig. Das Netzwerk fordere daher von der Politik ein Recht auf bezahlbare Reparatur sowie eine „Durchsetzung der bereits bestehenden Regeln für Reparierbarkeit“.