Im vergangenen Jahr haben Magdeburgerinnen und Magdeburger rund 131.000 Euro für Baumpflanzungen gespendet. Unter dem Motto „Mein Baum für Magdeburg“ konnten so 336 größere Laubbäume im Stadtgebiet gepflanzt werden, teilte die Stadtverwaltung am Montag mit. Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) sagte: „Jeder einzelne Spendenbaum trägt dazu bei, unsere Stadt lebenswerter und klimaresilienter zu gestalten.“ In 30 Jahren seien insgesamt 3.674 Bäume für eine Spendensumme von 1,15 Millionen Euro gepflanzt worden.
Vor Jahren galt Magdeburg als eine der grünsten Städte Deutschlands. Besonders die innerstädtischen Parks entlang der Elbe, große Friedhöfe, innerstädtische Alleen und zahlreiche Kleingartensparten trugen dazu bei. Doch mit dem Auftreten des Asiatischen Laubholzbockkäfers seit 2014 mussten größere Baumbestände gefällt werden, um die Ausbreitung des Schädlings einzuschränken.
Klimaveränderungen berücksichtigen
Auch Sturm- und Trockenschäden, besonders in den Hitzejahren ab 2018, haben Magdeburgs Stadtgrün erheblich geschädigt, sagte der Leiter des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg, Stefan Matz. Deshalb pflanze die Stadt mittlerweile verstärkt Baumarten, „die besser an die sich verändernden Klimabedingungen angepasst sind“.
Zusätzlich zu der städtischen Aktion gibt es seit 2020 die bürgerschaftliche Initiative „Otto pflanzt“. In den vergangenen Jahren wurden dadurch mehr als 44.300 Bäume und Sträucher in Magdeburg gepflanzt, sagte Vorstand Hartwig Haase. Allein 2025 waren es rund 4.000 Pflanzungen, unter anderem auf dem Gelände einer Kita und in einer Grundschule.