Am Wochenende sollen wieder bundesweit Vögel gezählt werden. Gemeinsam mit dem bayerischen Landesbund für Vogelschutz (LBV) ruft der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zur 22. „Stunde der Gartenvögel“ auf. Wer bei der Zählaktion mitmachen will, kann zwischen Freitag und Sonntag eine Stunde lang die Vögel im Garten, auf dem Balkon oder im Park beobachten und die höchste Anzahl jeder Vogelart online melden, teilte der Nabu am Dienstag in Berlin mit.
Im vergangenen Jahr hätten sich bundesweit rund 58.000 Menschen an der Zählung beteiligt und mehr als 1,1 Millionen Vögel gemeldet. Die Ergebnisse lieferten seit 22 Jahren Aufschluss über die Entwicklung häufiger Arten.
Wie geht es den Finken?
Ein besonderes Augenmerk gelte in diesem Jahr den Finken. Laut Nabu-Vogelexperte Martin Rümmler wurden in den vergangenen Monaten regional wiederholt tote Buchfinken, Gimpel und Stieglitze gemeldet. „Da diese meist an Futterstellen gefunden wurden, könnte es sein, dass sich wieder Trichomonaden ausbreiten, die besonders für Finken tödlich sein können“, sagte Rümmler. Die Ornithologen interessiere deshalb besonders, ob weniger Finken gemeldet werden.
Gemeinsam mit der immer Anfang Januar stattfindenden Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ handelt es sich bei der Vogelzählung laut Nabu um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion. Zur besseren Orientierung gibt es auf der Webseite stundedergartenvoegel.de unter anderem Porträts der 40 häufigsten Gartenvögel.