6,4 Millionen Euro für Schutz der Großtrappe
Potsdam (epd).

Der Förderverein Großtrappenschutz erhält für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Großtrappe 6,4 Millionen Euro an Fördergeldern. Ziele des Projekts seien eine höhere Bruterfolgsrate, die Verringerung von Verlusten und die Vernetzung der Vorkommensgebiete in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wie das brandenburgische Umweltministerium am Freitag in Potsdam mitteilte.

Die Förderung geht den Angaben zufolge bis zum Jahr 2032. Die Gelder kommen aus Bundesmitteln, von den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg.

Bis zu 17 Kilogramm schwer

Der „märkische Strauß“, wie die Großtrappe auch genannt wird, gilt als einer der schwersten flugfähigen Vögel. Hähne erreichen nach Angaben des Fördervereins ein Gewicht von sieben bis zwölf Kilogramm - alte Hähne können sogar bis zu 17 Kilogramm wiegen. Die Hennen sind mit 3,5 bis 5,5 Kilogramm deutlich leichter. Vom Schnabel bis zur Schwanzspitze messen sie demnach 75 bis 105 Zentimeter, die Flügelspannweite kann bis zu 2,60 Meter betragen.

Nach Zählungen des Fördervereins gab es im Jahr 1997 im Siedlungsgebiet der Vögel einen Tiefstand mit nur noch 57 Großtrappen. Derzeit lebten 305 der Vögel in Deutschland, die meisten davon im Havelländischen Luch (125), gefolgt vom Fiener Bruch (119) im Nordosten Sachsen-Anhalts. Weitere Siedlungsgebiete seien die Belziger Landschaftswiesen (36) und das Zerbster Land (25). In Spanien gibt es demnach bis zu 30.000 Großtrappen.