Diakonie und Landeskirche haben nach eigenen Angaben die soziale Infrastruktur in Berlin, Brandenburg und Ostsachsen seit 2023 mit rund zwei Millionen Euro aus Kirchensteuer-Mehreinnahmen gestärkt. Das im Zuge der damaligen Energiekrise aufgelegte regionale Förderprogramm „#Wärmewinter“ sei nach drei Jahren erfolgreich abgeschlossen worden, teilte das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Dienstag in der Bundeshauptstadt mit.
Insgesamt seien 148 Anträge sozialer Einrichtungen in Berlin, Brandenburg und Ostsachsen auf finanzielle Unterstützung geprüft worden. Der weitaus größte Teil der Förderungen habe der Aufstockung bestehender niedrigschwelliger Angebote gedient. Neun Anträge seien für einen zusätzlichen Energiebedarf bewilligt worden. Andere dienten der Schaffung neuer Angebote und der Gewährung von Einzelfallbeihilfen.
Schieflage der sozialen Infrastruktur
Das Programm sei „zum Gradmesser für die Schieflage der sozialen Infrastruktur“ geworden, sagte Diakonie-Direktorin Ursula Schoen. In der letzten Förderrunde wurden nach ihren Angaben doppelt so viele Mittel beantragt, als zur Verfügung standen. Das zeige die finanzielle Bedrängnis vieler sozialer Einrichtungen. „Gerade in Brandenburg stehen wir vor immensen Herausforderungen, die sich durch den Spardruck der künftigen Regierung nicht verschärfen dürfen“, warnte Schoen.
Gefördert wurden laut Diakonie unter anderem ein Beratungs- und Unterstützungsprojekt für Wohnungslose und Migranten des Diakonischen Werks Lübben. In Berlin wurde das Zentrum für Kunst und Kultur gegen Armut und Ausgrenzung „Gitschiner 15“ unterstützt.