In Sachsen haben im Jahr 2025 beschäftigte Frauen durchschnittlich sechs Prozent weniger pro Stunde verdient als Männer. Damit sei der sogenannte unbereinigte Gender Pay Gap im Freistaat geringer als im gesamten Bundesgebiet, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Kamenz mit. Deutschlandweit betrage der Unterschied im Bruttostundenverdienst zwischen Frauen und Männern 16 Prozent. 2024 verdienten sächsische Frauen pro Stunde durchschnittlich noch sieben Prozent weniger als Männer.
Laut Sachsens Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD) ist es nachgewiesen, dass der Gender Pay Gap mit dem Alter der Frauen stetig größer werde. Gerade im Lebensabschnitt der Familiengründung steige die Lohnlücke stark an, weil Frauen mehr unbezahlte Sorgearbeit übernehmen würden.
Zwölf-Prozent-Lücke bei Akademikerinnen
Die geschlechterspezifische Lohnlücke wirkt sich laut der Ministerin „weitreichend auf die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen aus“. Ein genauerer Blick zeige zudem, dass der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in einigen Bereichen deutlich höher als sechs Prozent sei. So betrug unter anderem der Gender Pay Gap bei Frauen und Männern in Sachsen mit Hochschulabschluss zwölf Prozent.