In Berlin-Tegel hat am Donnerstag in einem Supermarkt die erste „Plauderkasse“ Berlins eröffnet. An Dienstagen und Donnerstagen könne in dem Supermarkt in der Ernststraße 7 für jeweils zwei Stunden nicht nur ohne Zeitdruck bezahlt, sondern auch ein kurzes Gespräch mit den Kassiererinnen und Kassierern geführt werden, teilte das Bezirksamt Berlin-Reinickendorf am Donnerstag in Berlin mit. Das helfe gegen Einsamkeit im Alltag. „Ein freundlicher Austausch beim Bezahlen, ein paar persönliche Worte. Das kann den Tag heller machen“, erklärte Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU).
Kommunikation sei an diesen Kassen ausdrücklich erwünscht. Initiiert wurde die „Plauderkasse“ den Angaben zufolge im Rahmen der Einsamkeitsstrategie des Bezirksamts gemeinsam mit dem Geschäftsführer des „Rewe“-Marktes.
Vorbild Niederlande
Das Konzept der „Plauderkasse“ stammt demnach aus den Niederlanden. 2019 eröffnete die Supermarktkette „Jumbo“ die erste „Kletskassa“, um gleichzeitig ein stressfreies Bezahlen zu ermöglichen und persönlichen Kontakt mit den Kunden haben zu können.