Offener Brief: Förderung für queeres Jugendnetzwerk fortsetzen
Berlin (epd).

In einem offenen Brief haben zahlreiche Organisationen Bildungsministerin Karin Prien (CDU) aufgefordert, das queere Jugendnetzwerk Lambda weiterhin zu fördern. Vor wenigen Tagen habe das Ministerium eine Rahmenvereinbarung mit dem Verein zum Jahresende aufgekündigt, teilte dieser am Dienstag in Berlin mit. Der offene Brief richtet sich mit dem Appell an Prien und die Mitglieder des Bundestags, diese Entscheidung rückgängig zu machen. Zu den mehr als 40 Unterzeichnern zählen unter anderem die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, die ver.di Jugend, die Jüdische Studierendenunion sowie die meisten Landesverbände des Deutschen Jugendrings.

„Vor wenigen Tagen hat uns die Kündigung unserer Rahmenvereinbarung zum Jahresende erreicht. Diese Nachricht kam für uns völlig überraschend, denn die Sachberichte der vergangenen Jahre wurden ohne Beanstandungen geprüft“, heißt es in dem Schreiben. Das Jugendnetzwerk engagiert sich laut eigenen Angaben bundesweit mit Beratungs- und Bildungsangeboten für queere junge Menschen.

Queere Jugendliche besonders von Einsamkeit betroffen

Die Arbeit des Vereins werde maßgeblich durch Mittel aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes mitfinanziert, heißt es in dem Schreiben. Die Rahmenförderung des Bildungsministeriums bestehe seit 2018. Der Verein warnt: „In einer Zeit, in der queerfeindliche Diskurse lauter werden - auch in politischen Debatten -, sendet die vollständige Streichung unserer Rahmenförderung ein alarmierendes Signal.“ Durch die Streichung müssten ab Ende des Jahres queere Jugendliche, die besonders stark von Einsamkeit und Diskriminierung betroffen seien, alleine gelassen werden.