Elektronische Gesundheitskarte für Geflüchtete jetzt auch in Leipzig
Leipzig (epd).

Die Stadt Leipzig führt zum 1. Juli die elektronische Gesundheitskarte für Geflüchtete ein. Die Karte ermögliche eine unmittelbare Inanspruchnahme von Krankenhilfeleistungen im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag in Leipzig mit. Geflüchtete könnten medizinische Leistungen direkt in Arztpraxen und Krankenhäusern nutzen, ohne zuvor Behandlungsscheine beim Sozialamt beantragen zu müssen.

In den gesetzlichen Leistungen für Asylbewerberinnen und Asylbewerber inbegriffen seien die Behandlung von akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen, die Versorgung bei Schwangerschaft und Geburt, Schutzimpfungen sowie medizinisch notwendige Vorsorgeleistungen.

Dresden hat Karte seit 2020

Das bisherige Verfahren mit Krankenbehandlungsscheinen falle weg, hieß es. Mit der Einführung der Karte würden daher auch bürokratische Hürden abgebaut. Als erste Kommune in Sachsen hatte 2020 Dresden die elektronische Gesundheitskarte für Geflüchtete eingeführt. In Leipzig hatte der Stadtrat die Einführung zwar beschlossen, das Vorhaben scheiterte jedoch an der Umsetzung.