Im thüringischen Ronneburg soll ein neuer Präsentationsort für das historische, ökologische und kulturelle Vermächtnis des Uranerzbergbaus in der DDR entstehen. Damit werde ein weiterer Schritt hin zu einem dauerhaften Erinnerungs-, Lern- und Begegnungsort in Ostthüringen gegangen, teilte die Wismut-Stiftung am Dienstag anlässlich des Starts der Ausschreibung für die Bauplanung mit.
Geplant ist den Angaben zufolge am Eingang des ehemaligen Bergbaureviers, der sogenannten Neuen Landschaft Ronneburg, kein klassisches Museum, sondern ein offener Ort der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Uranerzbergbaus und seinen Folgen. Besucher sollen sich dort mit Fragen zu Landschaft, Ressourcen und gesellschaftlicher Verantwortung beschäftigen können.
Stiftung setzt auf überregionale Strahlkraft
Entstehen soll den Angaben zufolge ein identitätsstiftendes Gebäude mit überregionaler Strahlkraft. Teil des Konzepts sei auch ein Depotgebäude für die Wismut-Kunstsammlung, deren Werke künftig flexibler in Ausstellungen und Bildungsangebote eingebunden werden sollen.
Die Neue Landschaft gilt als weltweit einmaliges ökologisches Sanierungsprojekt und steht exemplarisch für den tiefgreifenden Wandel einer vom Uran-Bergbau geprägten Region. Der geplante Bau soll laut Wismut-Stiftung diese Entwicklung architektonisch aufgreifen und zugleich Räume für Bildung, Austausch und Präsentation schaffen.
Wismut-Erbe sichtbar machen
Die Wismut GmbH fungiert als Bauherrin, die mit ihr verbundene Stiftung als künftige Betreiberin. Ziel ist es demnach, das Wismut-Erbe in seiner historischen und gesellschaftlichen Dimension dauerhaft sichtbar zu machen.