Das Museum Lyonel Feininger in Quedlinburg zeigt seit Montag die Sonderausstellung „Vier machen Blau“. Die Schau präsentiert bis Mitte Juli 60 Werke der Künstlergruppe „Die Blaue Vier“. Anlass ist das 40-jährige Bestehen des 1986 gegründeten Museums in der Stadt in Sachsen-Anhalt.
Zu der Gruppe „Die blaue Vier“ hatten sich 1924 die Künstler Lyonel Feininger (1871-1956), Alexej von Jawlensky (1864-1941), Wassily Kandinsky (1866-1944) und Paul Klee (1879-1940) zusammengefunden. Zu sehen sind neben Aquarellen und Ölbildern auch Farblithografien, Zeichnungen und Radierungen.
Die vier Künstler haben nach Angaben des Museums ihren eigenen Stil bewahrt und sich dennoch gegenseitig beeinflusst. In der Quedlinburger Schau träfen deshalb „Feiningers architektonisch durchdrungene Bildräume auf Kandinskys abstrakte Klangfarbenkompositionen“, während „Klees poetisch zeichnerische Verdichtungen neben Jawlenskys expressiven, auf das Wesentliche reduzierten Köpfen“ stehen, so eine Sprecherin.
Gruppe machte europäische Moderne bekannt
Die Initiative zur Gründung der Künstlergruppe „Die Blaue Vier“ kam damals von der deutsch-amerikanischen Sammlerin Galka E. Scheyer. Diese hatte es sich demnach zur Aufgabe gemacht, die europäische Moderne in den USA bekannt zu machen.
Das Feininger-Museum in Quedlinburg ist aus der Sammlung des 1987 verstorbenen Architekten Hermann Klumpp entstanden, einem ehemaligen Bauhaus-Schüler. Die Sammlung ist den Angaben zufolge einer der umfangreichsten geschlossenen Bestände von Feininger-Werken weltweit.