Im Fokus des diesjährigen Bibliothekstags am Mittwoch in Gera stehen Strategien für den Umgang mit gesellschaftlichen, technologischen und räumlichen Veränderungen. Bibliotheken müssten Wissen zugänglich machen und Menschen helfen, sich ein eigenes Urteil zu bilden, sagte Thüringens Kulturstaatssekretär, Steffen Teichert, vorab in Erfurt.
Teichert betonte, gerade angesichts jederzeit verfügbarer Informationen und künstlicher Intelligenz gewinne diese Aufgabe an Bedeutung. Bibliotheken seien Bildungs- und Kulturorte mit einer wichtigen gesellschaftlichen Funktion.
Hauptpreis geht an die Stadtbibliothek Ilmenau
Der diesjährige Bibliothekstag steht unter dem Motto „Ab in die Zukunft - Glaskugel oder echte Strategie?“. Das Programm umfasst Zukunftsfragen, ethische Aspekte bibliothekarischen Handelns und die Rolle von Bibliotheken in der Stadtentwicklung. Bei der Veranstaltung wird auch der Thüringer Bibliothekspreis 2026 verliehen.
Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis geht an die Stadtbibliothek Ilmenau. Ausgezeichnet wird deren Entwicklung zu einem offenen, konsumfreien Ort für Begegnung, Bildung und Teilhabe. Die Bibliothek biete neue Lernräume sowie analoge und digitale Angebote.
Zwei Förderpreise in Höhe von je 2.500 Euro erhalten die Bibliotheken in Apolda und Georgenthal bei Gotha. In Apolda ist eine barrierearme Neugestaltung der Kinder-, Lern- und Veranstaltungsbereiche geplant. Georgenthal wird für das Projekt „Generationen-Lesezeit“ ausgezeichnet, das Menschen aller Generationen zusammenbringen soll.
Der Bibliothekspreis wird seit 2003 vergeben. Er würdigt modellhafte Leistungen im Thüringer Bibliothekswesen.