Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an die Bedeutung des Mongolen-Herrschers Dschingis Khan für die Entwicklung der Weltgeschichte erinnert. Der vor rund 800 Jahren gestorbene Mongolen-Führer bewege bis heute Vorstellungen und Fantasien vieler Menschen weltweit, erklärte Steinmeier am Dienstag zur Eröffnung der Ausstellung „Dschingis Khan und die Welt der Mongolen“ in der Berliner James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel. Ohne ihn wäre ein großer Teil der Geschichte Asiens, aber auch des östlichen Europa anders verlaufen: „Seine Eroberungen haben ganze Kulturkreise, ganze Landstriche, vor allem ungezählte Menschenleben hinweggefegt“, erklärte Steinmeier laut vorab verbreitetem Redemanuskript.
Wer die Ausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte besuche, mache eine weite Reise durch Zeiten und Räume: „Es ist eine Ausstellung, die uns mit Menschen sozusagen vom anderen Ende der Welt und aus lang vergangenen Zeiten bekannt macht.“ Präsentiert werde eine faszinierende, aber fremde Welt, „die uns in Staunen versetzt und die uns mit ihren gesellschaftlichen und politischen Formen der Gemeinschaftsbildung und mit ihren kulturellen Schöpfungen immer wieder überrascht“, erklärte Steinmeier.
Kooperation mit Ulaanbaatar
Anlass für die Ausstellung ist der 800. Todestag des Staatsgründers der Mongolei im kommenden Jahr. Sie entstand in Kooperation mit dem Dschingis-Khan-Nationalmuseum in Ulaanbaatar und der Mongolischen Akademie der Wissenschaften. Viele Exponate sind erstmals außerhalb der Mongolei zu sehen und geben Einblick in die politische und kulturelle Entwicklung des Steppenreiches.