Die Ende 2024 neu kuratierte Otto-Dix-Ausstellung in der Geraer Kunstsammlung ist vom Publikum gut angenommen worden. Im ersten Jahr nach der Neukonzeption habe die Dauerausstellung mehr als 14.000 Besucherinnen und Besucher angezogen, sagte der Geraer Kulturdezernent Felix Eckerle dem Evangelischen Pressedienst (epd). Mehr sei bekanntlich immer wünschenswert, doch könne die Stadt mit diesem Interesse sehr zufrieden sein.
Insgesamt zeigt das Museum 50 Gemälde sowie 35 Aquarelle und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Die Neukonzeption der Ausstellung wurde von der langjährigen ehemaligen Direktorin der Kunstsammlung und heutigen Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, Ulrike Lorenz, kuratiert.
Deutlich mehr Gäste
Der in Gera geborene Otto Dix (1891-1969) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Maler des 20. Jahrhunderts. Dank umfangreicher eigener Bestände und Dauerleihgaben der Otto-Dix-Stiftung Vaduz sowie der Sammlung Niescher kann die Kunstsammlung einen Bogen spannen von den ersten Landschaftsgemälden des 15-jährigen Malerlehrlings über die gezeichneten Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg bis hin zu den zeitkritischen Allegorien nach 1933 und dem expressiven Spätwerk nach 1945.
Insgesamt besuchten laut Eckerle im Jahr 2025 rund 59.600 Gäste die vier städtischen Museen in Gera. Zwei Jahre zuvor seien noch 55.300 Eintritte gezählt worden. Das Jahr 2024 mit 53.500 Besucherinnen und Besuchern könne als Vergleich nicht herangezogen werden, da die Kunstsammlung wegen Umbaus über Monate hinweg geschlossen waren.