Der Kunst- und Skulpturenweg „Purple Path“ rund um die europäische Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 ist um eine Arbeit reicher: Am Mittwoch ist in Annaberg-Buchholz (Erzgebirgkreis) das Werk „Braided Journey“ („Geflochtene Reise“) eingeweiht worden. Wie das sächsische Kulturministerium in Dresden mitteilte, ist die Installation des Künstlerkollektivs „Redfort architectural fabrics“ eine Hommage an das traditionelle Klöppeln. In vier Metern Höhe sei dazu ein lichtdurchlässiges Geflecht aus weißem Stahldraht entstanden, das wie kunstvolle Klöppelspitze wirkt.
Die Arbeit erinnere einerseits an die im 16. Jahrhundert tätige Unternehmerin Barbara Uthmann (1514-1575), die die Klöppelkunst ins Erzgebirge und damit Hunderte Frauen in Arbeit brachte. Zum anderen verweise der Titel „Braided Journey“ auf den künftigen Forschungscampus für Schienenverkehr „Smart Rail Connectivity Campus“ in Annaberg-Buchholz.
Öffentliche Arbeiten von mehr als 60 Künstlern
Nach Worten von Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) erzählt das neue Kunstwerk „von den vielen verschlungenen Wegen, die uns als Menschen verbinden, und spiegelt wider, wie Geschichten, Erinnerungen und Hoffnungen sich verweben“. Derzeit umfasst der „Purple Path“ Werke von mehr als 60 Künstlerinnen und Künstlern im öffentlichen Raum. Die Arbeiten nehmen Geschichten und Traditionen der jeweiligen Orte auf.
Der Kunst- und Skulpturenweg ist als ein Hauptprojekt der europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 entstanden. Er präsentiert zeitgenössische Skulpturen und Kunstwerke in Chemnitz und 38 Kommunen der Region.