Lesarten-Festival in Weimar gestartet
Weimar (epd).

Das diesjährige Festival für Gegenwartsliteratur „Lesarten“ ist am Mittwochabend in Weimar eröffnet worden. Bis Anfang April sind insgesamt 24 Lesungen namhafter Autorinnen und Autoren sowie politische Gespräche und Formate für Kinder geplant, wie die Veranstalter mitteilten. Die 29. Auflage verstehe sich als Einladung, Literatur und Lesen in den Mittelpunkt zu rücken.

Eröffnet wurden die „Lesarten“ in der Weimarer Sendehalle von Kaleb Erdmann. Er las aus seinem Roman „Die Ausweichschule“. Das Buch, das 2025 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand, setzt sich mit den Nachwirkungen des Erfurter Amoklaufs von 2002 auseinander und thematisiert die Möglichkeiten der literarischen Verarbeitung.

Quer durch alle Genres

In den kommenden vier Wochen präsentieren die „Lesarten“ den Angaben zufolge ein breites Spektrum aktueller Literatur quer durch alle Genres. Gelesen und besprochen werden Sachbücher und politische Gespräche, Romane, Lyrik, Fantasy sowie essayistische und szenische Formate.

Die „Lesarten“ werden getragen von der Kulturdirektion Weimar in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen und kulturellen Vereinen der Stadt. Das Festival fand erstmals 1997 unter dem Titel „Bücherfest Weimar“ statt.