Gemälde von DDR-Künstler Heisig kehrt nach Dresden zurück
Dresden (epd).

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden erhält am 24. September ein Gemälde von Bernhard Heisig (1925-2011) zurück. Das Werk mit dem Titel „Begegnung mit Bildern“, vermutlich entstanden im Jahr 1981, galt lange Zeit als verschollen. Er sei bei Recherchen im Bestand der Neuen Nationalgalerie in Berlin entdeckt worden, teilte das Museum am Donnerstag in Dresden mit.

Heisig wird der Leipziger Schule zugeordnet und gilt als wichtiger Vertreter der Kunst in der DDR. Das Militärhistorische Museum besitzt nach eigenen Angaben bereits mehrere Gemälde von ihm. Das nun erwartete Bild befand sich seit den späten 1980er Jahren im Bestand der Berliner Nationalgalerie. Es war dort als „Dauerleihgabe“ des früheren Armeemuseums der DDR, Vorgänger des heutigen Bundeswehr-Museums, eingeordnet.

Porträt seines Sohnes

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und das Dresdner Museum hatten die Provenienz des Gemäldes erforscht. Da Heisig mehrere Bilderfassungen mit dem Titel „Begegnung mit Bildern“ schuf, musste die Werkidentität nachgewiesen werden. Das Gemälde trägt auf seiner Rückseite eine Dresdner Inventarnummer. Dargestellt hat Heisig im Bild seinen jüngeren Sohn Walter Eisler.

In Vorbereitung der Ausstellung „Kunst auf Kommando? Werke zur Nationalen Volksarmee der DDR“ hatte das Dresdner Museum verstärkt zu seinen Kunstbeständen aus der Zeit der DDR geforscht. Das frühere Armeemuseum war im März 1990 in „Militärhistorisches Museum“ und 1994 in „Militärhistorisches Museum der Bundeswehr“ umbenannt worden. Die neue Ausstellung ist vom 9. Oktober und bis zum 31. August 2027 zu sehen.