Freie Theater in Sachsen schlagen Alarm
Dresden (epd).

Der Landesverband der Freien Theater in Sachsen sorgt sich wegen geplanter Kürzungen im Kulturbereich im neuen Doppelhaushalt 2027/2028. Es brauche eine „angemessene finanzielle Ausstattung der freien Kulturszene“, erklärte der Verband am Montag in Dresden. Die Ausstattung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen müsse mindestens auf dem Niveau von 2026 erhalten bleiben, derzeit sei aber eine Reduzierung der Mittel vorgesehen.

Der Landesverband forderte eine Kurskorrektur und appellierte, die Beratungen im Landtag dafür zu nutzen. „Eine vielfältige und unabhängige Freie Szene ist Teil des Kulturlandes Sachsen“, hieß es: „Ihre Grundlagen jetzt zu schwächen, wäre eine Entscheidung mit Folgen weit über die kommenden beiden Haushaltsjahre hinaus.“

Kulturelle Teilhabe gefährdet

Die Geschäftsführerin des Landesverbandes, Josephine Bock, erklärte: Als Kulturland brauche Sachsen „ein ehrliches Bekenntnis zu den freien darstellenden Künsten und verlässliche Rahmenbedingungen, unter denen professionelle künstlerische Arbeit möglich bleibt“. Gerade in gesellschaftlich und politisch angespannten Zeiten brauche das Land „eine unabhängige Freie Szene, die Räume für unterschiedliche Perspektiven, Austausch und gesellschaftliche Debatten schafft“.

Kritik übte der Verband konkret an der geplanten Streichung der Gastspielförderung der Kulturstiftung des Freistaates. Damit würde im ländlichen Raum ein Instrument wegfallen, das Kunst in die Fläche bringe und kulturelle Teilhabe ermögliche.