Dresdner Musikfestspiele starten mit "Götterdämmerung"
Dresden (epd).

Die Dresdner Musikfestspiele starten in eine neue Saison. Zum Auftakt am Donnerstag ist mit „Götterdämmerung“ der vierte und letzte Teil des Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner (1813-1883) zu erleben, wie Intendant Jan Vogler am Montag in Dresden sagte. Die konzertante Aufführung im Dresdner Kulturpalast findet auf historischen Instrumenten statt. Beteiligt sind das Festspielorchester und das Orchester Concerto Köln unter der Leitung von Dirigent Kent Nagano.

Das offizielle Eröffnungskonzert ist für Freitag geplant. Die Dresdner Philharmonie spielt unter Leitung von Tabita Berglund. Comedian Olaf Schubert führt durchs Programm. Es wird laut Festival ein Bogen „zwischen humorvoller Leichtigkeit und künstlerischer Ernsthaftigkeit“ gespannt. Vogler zufolge war der Vater von Schubert Bratschist in der Dresdner Philharmonie. So sei die Idee zur Zusammenarbeit mit dem Comedian gekommen.

Sehnsucht nach Leichtigkeit

Die 49. Ausgabe des Musikfestivals steht unter dem Motto „Leichtigkeit des Seins“. Bis zum 14. Juni sind mehr als 60 Veranstaltungen geplant. Die Konzerte seien schon jetzt gut gebucht, manche fast ausverkauft, sagte Vogler. Seiner Meinung ist der Grund für diesen Erfolg neben den erwarteten musikalischen Höchstleistungen auch das diesjährige Motto. „Die Leute sehnen sich nach Leichtigkeit“, sagte der Intendant.

Das Genrespektrum des Festivals wird diesmal um Schauspiel und Comedy erweitert. Neben Klassik und Oper werden darüber hinaus auch Genres wie Jazz, Weltmusik, Tanz, Literatur und Performance präsentiert.

Die Dresdner Musikfestspiele seien „so wichtig wie nie zuvor“, sagte Vogler. Es sei wichtig, deren Relevanz herauszuarbeiten. Das Budget des Festivals beträgt in diesem Jahr laut Intendant rund 6,6 Millionen Euro. Die Stadt hat ihre Zuschüsse gekürzt und unterstützt aktuell mit rund 890.000 Euro. Im nächsten Jahr feiert das Festival sein 50-jähriges Bestehen.

„Cellomania“ mit 17 Konzerten

2026 haben fast 30 Künstler und Ensembles ihr Debüt bei den Dresdner Musikfestspielen, darunter der österreichische Schauspieler Tobias Moretti, das Rotterdams Philharmonisch Orkest und das Nederlands Dans Theater 2. Erwartet werden zudem unter anderem die Pianisten Igor Levit und Martha Argerich, die Schauspielerin Martina Gedeck, die israelische Sängerin Noa und der Trompeter Till Brönner.

Geplant sei zudem eine neue Ausgabe der „Cellomania“ mit rund 40 Cellisten aus der ganzen Welt. Dieses „Festival im Festival“ sei einmalig und finde zum dritten Mal statt. Es gebe kaum eine Bühne, wo so viele Cellisten gemeinsam zu erleben seien. Insgesamt werden 17 Konzerte erwartet, in denen das Cello im Mittelpunkt steht.

Von Katharina Rögner (epd)