Berliner Gemäldegalerie rückt Porträts in den Fokus
Berlin (epd).

Die Berliner Gemäldegalerie zeigt ab Freitag eine Sonderausstellung über die Geschichte der Porträtkunst. Die Schau „Porträts! Überraschende Begegnungen von Botticelli bis Lempicka“ präsentiere rund 90 Bildnisse aus sechs Jahrhunderten und beleuchte das Verhältnis von Fremd- und Eigenwahrnehmung, teilte das Ausstellungshaus in Berlin mit. Dabei würden Gemälde aus dem 15. bis 20. Jahrhundert zusammengebracht, die bisher nie gemeinsam gezeigt wurden.

Bei der Ausstellung werden den Angaben nach Werke aus unterschiedlichen Epochen, Regionen oder Kulturen einander in Paaren gegenübergestellt, um neue Perspektiven zu eröffnen. Der Vergleich von Meisterwerken von Künstlern wie Albrecht Dürer (1471-1528) und Giorgione (1478-1510), Peter Paul Rubens (1577-1640), Thomas Gainsborough (1727-1788) oder Tizian (um 1488-1576) und Anna Dorothea Therbusch (1721-1782) offenbare dabei Gemeinsamkeiten.

Reise durch die Porträtkunst in vier Kapiteln

Den verschiedenen Funktionen und Formen des Porträts soll sich die Ausstellung in vier Abschnitten widmen. Das erste Kapitel vollziehe die Herausbildung der europäischen Porträtkunst zur Zeit der Renaissance nach. Im Folgenden gehe es um die Porträts als Statussymbol. Die beiden weiteren Kapitel handelten von der Intimität dieser Darstellungsform sowie der Blick auf Künstler und Sammler. Auch die Verbindung zu Selfies und Social Media von heute wird den Angaben nach beleuchtet.

Die Kulturstiftung der Länder fördert die Schau eigenen Angaben zufolge mit 31.850 Euro. Kuratoren sind Sven Jakstat und Stephan Kemperdick unter Mitarbeit von Marie-Luise Hugler.