Ausstellung "Traumzeit" in Görlitz
Görlitz (epd).

Die Zeichenkunst der Romantik steht von Samstag an im Mittelpunkt einer Ausstellung in Görlitz. Unter dem Titel „Traumzeit“ seien im Kaisertrutz rund 140 Werke von mehr als 50 Künstlern zu sehen, teilten die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur am Freitag mit. Im Zentrum stehe der „herausragende Bestand“ des Graphischen Kabinetts der Görlitzer Sammlungen. Darunter sind Arbeiten von Ludwig Richter (1808-1884), Philipp Otto Runge (1777-1810), Carl Spitzweg (1808-1885) und Johan Christian Clausen Dahl (1788-1857).

Die Kunst der Romantik übe „bis heute eine ungebrochene Faszination aus“, hieß es. Sie entführe „in eine Sphäre der Träume und Sehnsüchte“. In einer Zeit tiefgreifender Umbrüche mit Industrialisierung und technischen Innovationen hätten Künstler unter anderem mit idyllischen Landschaften reagiert. In der Spannung zwischen rasanter Veränderung und künstlerischer Gegenwelt sei die Romantik eine „Epoche der Weltflucht“ gewesen.

Außergewöhnliche Qualität

Laut Kurator Kai Wenzel sind die Arbeiten der Görlitzer Sammlung erstmals in einer so umfassenden Ausstellung zu sehen. Die Sammlungen enthielten Werke der Zeichenkunst der Romantik „in einer außergewöhnlichen Qualität und einem Umfang, wie man es sonst eher in großen Museen in Berlin, Hamburg oder Dresden vermuten würde“.

Neben Skizzen und Studien sind in Görlitz bis zum 3. Januar den Angaben zufolge auch aufwendig ausgearbeitete Werke zu sehen. Dazu gehörten unter anderem Landschaften der Oberlausitz, Böhmens und der Ostsee. Auch religiöse Motive, Mythen, Märchen und Sagen wurden in den Arbeiten aufgegriffen.