Die Eröffnung des Museum „berlin modern“ am Berliner Kulturforum verschiebt sich erneut um etwa acht Monate auf voraussichtlich Mitte 2030. Grund sind Feuchteschäden mit mikrobiellem Befall in Teilen des Rohbaus, wie eine Sprecherin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag bestätigte. Zuerst hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtet. Es seien alle verfügbaren Maßnahmen zur möglichst raschen Schadensbeseitigung ergriffen worden. Einen Baustopp habe es nicht gegeben.
Die Ursachenanalyse für die Schäden ist demnach noch nicht abgeschlossen. Nach Einschätzung der Fachleute könnten neben Mängeln in der Bauausführung insbesondere ein langfristiger Wassereintrag infolge häufiger Regenereignisse im Jahr 2025 sowie die anhaltend hohe Luftfeuchtigkeit im vergangenen Sommer zu den Einflussfaktoren gehören.
Grundsteinlegung 2024
Für den mehr als eine halbe Milliarde teuren Museumsneubau zwischen Philharmonie und Neuer Nationalgalerie war 2024 der Grundstein gelegt und im Oktober 2025 Richtfest gefeiert worden. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Herzog & de Meuron und von Vogt Landschaftsarchitekten.
Die geplante Eröffnung des Museums für die Kunst des 20. Jahrhunderts war zuletzt von 2027 auf 2029 verschoben worden. Jetzt wird eine Eröffnung Mitte 2030 angestrebt. Die Neue Nationalgalerie plane aber, das Haus noch vor der offiziellen Eröffnung mit Kunst zu bespielen, sagte die SPK-Sprecherin. Künftig sollen dort 5.000 Werke der Neuen Nationalgalerie, 30.000 Werke des Kupferstichkabinetts und zahlreiche Werke der Kunstbibliothek einziehen.