Frühjahrssynode Anhalt diskutiert Zukunftsstrategien
Dessau-Roßlau (epd).

Das Kirchenparlament der Evangelischen Landeskirche Anhalts will auf seiner am Freitag beginnenden zweitägigen Frühjahrstagung den Strategieprozess „Anhalt 2035“ fortsetzen. Zudem wird sich nach Angaben der Landeskirche die in Dessau tagende Synode weiter „mit der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche“ beschäftigen.

Nach dem Rücktritt von Synodenpräses Andreas Köhn aus beruflichen Gründen muss auch eine neue Leitung für das Kirchenparlament gewählt werden. Bis dahin übernimmt Jan Brademann als Stellvertreter des bisherigen Präses den Vorsitz. Im Rahmen des Reformprozesses soll etwa der Stand der Entwicklung der Stellenpläne und der Umgang mit Kirchenimmobilien thematisiert werden. Außerdem soll eine Änderung des Gewaltschutzgesetzes beschlossen werden.

Kleinste Landeskirche Deutschlands

Das Kirchenparlament besteht aus 32 Synodalen, die von den Ältesten der Kirchenkreise gewählt werden, sowie sechs von der Kirchenleitung berufenen Synodalen, zwei davon sind Jugendsynodale. Ende 2025 gehörten rund 23.150 getaufte Menschen in 146 Gemeinden der kleinsten evangelischen Landeskirche in Deutschland an.