Zivilcourage-Preis für Vereine aus Brandenburg und Sachsen
Berlin (epd).

Der Verein „Geschichte hat Zukunft - Neuendorf im Sande“ aus Brandenburg und der Verein „Buntes Meißen - Bündnis für Zivilcourage“ sind vom Förderkreis „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ ausgezeichnet worden. Sie erhielten am Montag in Berlin den Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus. Beide Initiativen erhielten jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro, wie der Förderkreis mitteilte.

Es sei heute wichtiger denn je, dass es Menschen gebe, die „nicht schweigen, sondern widersprechen, Verantwortung übernehmen und vor Ort handeln“, erklärte Lea Rosh als Vorsitzende des Förderkreises. Der diesjährige Preis wurde zusammen mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin anlässlich des 20. sogenannten Charity-Dinners zugunsten des „Raums der Namen“ im Holocaust-Mahnmal verliehen. Als Festrednerin wurde dazu am Abend die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) erwartet.

Jüdische Geschichte sichtbar machen

Der Verein „Geschichte hat Zukunft - Neuendorf im Sande“ setzt sich dafür ein, die Geschichte des ehemaligen jüdischen Landwerks Neuendorf aufzuarbeiten. Der Verein verbinde Erinnerungsarbeit mit politischer Bildung und schaffe einen Ort der Begegnung. Das Landwerk Neuendorf war eine 1932 gegründete jüdische Arbeiterkolonie und Ausbildungsstätte.

Der Verein „Buntes Meißen - Bündnis für Zivilcourage“ engagiert sich den Angaben zufolge für demokratisches Miteinander, gesellschaftliche Vielfalt sowie gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Der Verein setze sich auch unter schwierigen Bedingungen für eine offene und vielfältige Gesellschaft ein, hieß es.