Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat bei einem Besuch der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga die Wichtigkeit solcher Erinnerungsorte betont. Dem Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger sei es zu verdanken, dass dieser Ort vor dem Vergessen bewahrt wurde, sagte Woidke am Samstag anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Gedenkstätte. Das KZ-Außenlager Schlieben-Berga im heutigen Landkreis Elbe-Elster war das drittgrößte Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald.
Erinnerung brauche Menschen, die Orte der Erinnerung lebendig halten, betonte der Ministerpräsident. Dafür engagierten sich die Mitglieder des Vereins Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga mit großer Hingabe: „Dass sich diese Gedenkstätte zu einem würdigen Erinnerungsort entwickelt hat, ist ihr Verdienst.“
Lottoscheck über 7.000 Euro
Woidke überreichte dem Verein einen Scheck über 7.140 Euro aus Lottomitteln. Davon will der Verein den Angaben zufolge einen Güterwagen als Ausstellungsstück für die Gedenkstätte erwerben.
Auf dem mehr als 500 Hektar großen KZ-Gelände waren ab 1938 bis zu 5.000 Menschen inhaftiert, in der Mehrzahl Frauen. Sie mussten als Zwangsarbeiterinnen für den Leipziger Rüstungsbetrieb Hugo Schneider AG (HASAG) Waffen produzieren. Mehr als 200 verloren ihr Leben. Rund 130 Häftlinge wurden am 21. April 1945 durch die Rote Armee befreit.
Im Jahr 2009 gründete sich der Verein Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga. Zwei Jahre später wurde die Gedenkstätte im Beisein von Nachkommen und Zeitzeugen eröffnet.