Brandenburgs Innenminister René Wilke (SPD) sieht in den Verbindungen des AfD-Landesverbandes mit der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ einen Beleg für das „rechtsextreme Wesen“ der Gesamtpartei. Die Kontakte würden eine Einstufung der Partei als gesichert rechtsextremistisch „aus meiner Sicht deutlich wahrscheinlicher“ machen, sagte Wilke dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Dienstag.
Die AfD besitzt eigentlich einen Unvereinbarkeitsbeschluss mit der rechtsextremen Gruppierung. Der Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion, Hans-Christoph Berndt, hatte in der vergangenen Woche erklärt, er persönlich halte den Beschluss „für einen Fehler“.
Im vergangenen Jahr wurde die AfD in Brandenburg als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Im Mai 2025 stufte der Verfassungsschutz auch die Gesamtpartei so ein. Die AfD hat dagegen Klage eingereicht. Bis zu einem Gerichtsurteil ist die Hochstufung vorläufig ausgesetzt.