In Sachsen ist die Zahl von polizeilichen Extremismus-Verfahren deutlich gestiegen. Das Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes Sachsen hat 2025 insgesamt 1.449 neue Fälle übernommen. Das geht aus der Auswertung von regelmäßigen parlamentarischen Anfragen der sächsischen Linksabgeordneten Juliane Nagel hervor, die am Montag in Dresden veröffentlicht wurde. 2024 waren es 1.196 neue Verfahren, rund 250 Fälle weniger.
Nagel erklärte, der Zustrom neuer Verfahren sei inzwischen höher als die Zahl der Fälle, die das Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum abschließen kann. 2024 wurden demnach 623 Ermittlungen beendet, 2025 waren es 738.
Geringere Aufklärungsquote
Die Aufklärungsquote sei leicht gesunken, von rund zwei Dritteln auf zuletzt 63 Prozent. Als aufgeklärt gilt jeder Fall mit einer tatverdächtigen Person, unabhängig vom späteren juristischen Ausgang.
Ins neue Jahr übernahm das Abwehrzentrum 759 offene Verfahren, gut hundert mehr als noch Anfang 2024. Ermittlungen laufen den Angaben zufolge vor allem zu rechts motivierten Straftaten.