Mit Robotern gegen den Fachkräftemangel im Handwerk
Weimar (epd).

Der Einsatz von Robotern im Handwerk soll künftig dem Fachkräftemangel in den Betrieben begegnen. Ein interdisziplinäres Team der Bauhaus-Universität Weimar habe ein entsprechendes Projekt „Handwerk der Zukunft“ gestartet, teilte ein Hochschulsprecher am Dienstag mit. Ziel sei es, bis 2028 digitale Werkzeuge praxisnah zu entwickeln, damit Handwerker bei Umbau und Sanierung entlastet werden und Arbeitsabläufe effizienter gestalten können.

Das Projekt bringt den Angaben zufolge Architekten, Bauingenieure, Designer und Informatiker mit Planungsbüros und Handwerksbetrieben zusammen. Gemeinsam sollen Lösungen entstehen, die sich direkt in bestehende Arbeitsprozesse integrieren lassen. Denkbar sei der Einsatz von Robotern etwa bei der digitalen Bestandsaufnahme von Baustellen, vernetzten Planungen und beim Markieren von Wandöffnungen oder Abtragen von Materialien.

Material effizient einsetzen

Im Mittelpunkt stehen laut Bauhaus-Uni die Bedürfnisse der Handwerker und Handwerkerinnen. Digitale Verfahren und Robotik sollen unterstützend wirken, körperlich belastende Arbeiten reduzieren und kleine Teams befähigen, größere Aufträge zu bewältigen. Zugleich könnten präzise, datenbasierte Prozesse Fehler minimieren, Material effizient einsetzen und die Arbeitssicherheit erhöhen.

Hierfür will das Forschungsteam zunächst alle notwendigen Arbeitsschritte analysieren und daraus praxisnahe Anwendungen entwickeln, wie digitale Verfahren und Robotik bei Sanierungsmaßnahmen gezielt unterstützen können. Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Sozialfonds mit rund einer Million Euro.