Die polnische Schriftstellerin, Journalistin und Frauenrechtsaktivistin Klementyna Suchanow erhält den diesjährigen Dresdner Friedenspreis. Gewürdigt werde ihr langjähriges, mutiges Engagement für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und insbesondere Frauenrechte, teilten die Organisatoren am Dienstag in Dresden mit. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am Sonntag in der Dresdner Semperoper verliehen.
Suchanow habe seit 2016 in Polen Zehntausende Menschen für Meinungsfreiheit, gegen den Abbau des Rechtsstaats und das faktische Abtreibungsverbot auf die Straße gebracht, hieß es. 2023 erschien ihr Buch „Das ist Krieg - Die geheimen Strategien radikaler Fundamentalisten zur weltweiten Abschaffung der Menschenrechte“.
Laudatio hält Jean Asselborn
Die Laudatio auf die Preisträgerin hält der ehemalige luxemburgische Außenminister Jean Asselborn. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) spricht ein Grußwort. Musikalisch gestaltet wird die Veranstaltung von der polnischen Jazzpianisten Dominik Wania und dem Rapper Juse Ju.
Der Friedenspreis wird von der Klaus Tschira Stiftung gefördert. Seit 2010 werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise für Frieden, Freiheit und internationale Verständigung engagieren. 2025 erhielt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte den Preis und damit zum ersten Mal eine Institution.
Die 1974 geborene Suchanow lebt in Warschau und hat eine Tochter. Sie studierte Polnisch und Spanisch an der Universität Breslau und promovierte 2003 in Literaturwissenschaft.