Neun Persönlichkeiten aus Sachsen sind am Dienstag in Dresden für ihr gesellschaftliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) übergab die Orden stellvertretend für den Bundespräsidenten. Wie die sächsische Staatskanzlei mitteilte, gehört zu den Geehrten die Holocaust-Überlebende Renate Aris.
Die 90-jährige Zeitzeugin sei eine „wichtige Kämpferin gegen das Vergessen“, hieß es. Trotz ihres hohen Alters spreche die gebürtige Dresdnerin in Schulen und Bildungseinrichtungen, um der jungen Generation die Gräueltaten der NS-Zeit authentisch und fundiert zu vermitteln.
Auszeichnung auch für Frauenkirchen-Förderer Hans-Joachim Jäger
Auch der langjährige Geschäftsführer der Fördergesellschaft der Frauenkirche Dresden, Hans-Joachim Jäger, wurde ausgezeichnet. Als eines der Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche habe er das Projekt maßgeblich geprägt.
Geehrt wurden zudem die 94-jährige Annemarie Krause für ihren Einsatz bei der Aufarbeitung stalinistischen Unrechts, der Landwirt Roland Einsiedel (85), der Amateur-Paläontologe Fred Richter (85) und Alwin Hensel (81), der sich bei der Freiwilligen Feuerwehr im Landkreis Bautzen engagierte.
Eva Hommel (75) wurde für ihre Hilfe bei der Aufnahme von ukrainischen Kindern aus der Region Tschernobyl ausgezeichnet, Andreas Berkner (67) für sein Engagement beim Strukturwandel im Landkreis Leipzig und Grit Wagner (52) für die Aufklärung zu den Gefahren von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft.