In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Jägerinnen und Jäger in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Derzeit haben 22.603 Menschen einen Jagdschein, vor 20 Jahren waren es mit 18.641 noch deutlich weniger, wie der Landesjagdverband dem Evangelischen Pressedienst (epd) auf Nachfrage mitteilte.
Schleswig-Holstein folgt damit einem bundesweiten Trend. Bundesweit gibt es 467.682 Jägerinnen und Jäger und damit 42 Prozent mehr als vor 30 Jahren. In den nördlichen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist die Jägerdichte gemessen an der Einwohnerzahl am höchsten.
Jagdschüler kommen aus allen Berufen
Die Hauptgründe dafür, dass Menschen einen Jagdschein machen, sind laut einer Umfrage des Deutschen Jagdverbandes (DJV) das Naturerlebnis, der aktive Naturschutz vor Ort und gesundes Fleisch. Jagdschüler kommen aus allen Berufsgruppen. Angestellte machen fast die Hälfte aus.
Für die „Frischlinge“ im Jagdbetrieb bieten Landesjagdverband und die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten vom 11. bis 13. Mai ein Praxisseminar im Segeberger Forst an. Die Teilnehmenden erwarten praktische Jagdausübung und fachlichen Austausch. Mit dem „Praxisseminar Junge Jagd“ wolle der Verband junge Jägerinnen und Jäger weiterbilden und sie aktiv in ein starkes jagdliches Netzwerk einbinden, sagte der Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein, Wolfgang Heins.
Laut DJV-Umfrage verbringt jeder Jäger im Schnitt rund 40 Stunden pro Monat in der Natur und erledigt gesellschaftlich wichtige Aufgaben ehrenamtlich. Per Gesetz muss er für einen gesunden, artenreichen Wildbestand sorgen oder Wildschäden in Wald und Feld eindämmen. Grundlage für die umfangreichen Aufgaben ist das Bestehen der staatlichen Jägerprüfung.