In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben von Umweltminister Till Backhaus (SPD) noch keine Biber getötet worden, um Gefahren oder erhebliche wirtschaftliche Schäden abzuwenden. Im Extremfall seien jedoch Biber gefangen und in weniger konfliktträchtige Bereiche wieder ausgesetzt worden, sagte der Minister am Mittwoch laut Mitteilung seines Ministeriums. „Das stellt für mich ein gesundes Augenmaß im Umgang mit der streng geschützten Tierart ein“, sagte er.
Der Erhaltungszustand der Biber in MV könne inzwischen wieder als „günstig“ eingestuft werden, ergänzte Backhaus. Dies sei ein Erfolg des Artenschutzes. Mittlerweile lebten wieder rund 4.500 Biber im Nordosten.
Zuschüsse sollen Kosten mindern
Auch in den Jahren 2026 und 2027 stehen laut Backhaus wieder jährlich 300.000 Euro im Landeshaushalt bereit für Zuwendungen, um die biberbedingten Kosten bei der Gewässerunterhaltung zu mindern. Der „Biberzuschuss“ löse nicht alle finanziellen Sorgen, setze aber ein wichtiges Zeichen, sagte der Minister. Im Jahr 2024 hätten Wasser- und Bodenverbände insgesamt etwa 830.000 Euro im Zusammenhang mit Biberaktivitäten ausgegeben.