Das Präventionsnetzwerk „Sucht.Hamburg“ und die Techniker Krankenkasse (TK) raten zum kritischen Umgang mit Erziehungstipps von Künstlicher Intelligenz (KI). Antworten von ChatGPT oder anderen KI-Diensten seien „nicht frei von Fehlern - vielmehr kann es dazu kommen, dass die KI 'halluziniert'“, sagte „Sucht.Hamburg“-Geschäftsführerin Christiane Lieb anlässlich des Safer Internet Day (Dienstag), wie das Netzwerk und die TK-Landesvertretung Hamburg am Montag mitteilten. So etwas sei „insbesondere bei sensiblen Themen wie der Medienerziehung problematisch, weshalb Eltern die Quellen der KI unbedingt überprüfen sollten“, erklärte Lieb.
Beim „Halluzinieren“ berechne die KI Antworten neu und formuliere sie so, dass sie möglichst gut zu den Erwartungen der Nutzenden passten, sagte Lieb. „Ob sie fachlich korrekt sind, ist dabei nicht entscheidend.“ Zudem bleibe KI in Antworten meist allgemein und schaffe es nicht zu differenzieren.
Projekt „Mediencoach“
Pauschale Empfehlungen von KI zu Bildschirmzeiten oder Medienregeln greifen nach Liebs Worten zu kurz. Jedes Kind und jede Familie bringe unterschiedliche Voraussetzungen, Bedürfnisse und Herausforderungen mit. Um KI im Familienalltag sicher nutzen zu können, helfe der Austausch zwischen den Familienmitgliedern, hieß es. Hier setze das von der TK geförderte Projekt „Mediencoach“ von „Sucht.Hamburg“ an. Mit Informationen, niedrigschwelligen Angeboten und fachlicher Begleitung stärke es die Handlungssicherheit von Familien und fördere den bewussten Umgang mit digitalen Medien.
Der Safer Internet Day ist ein weltweiter Aktionstag für mehr Online-Sicherheit und für ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche. Der Tag findet seit 2004 jedes Jahr statt - dieses Jahr unter dem Motto „KI and me - In künstlicher Beziehung“.